Automatische Dreh- und Schwenkanwendungen
Elektrische Schwenkantriebe und Drehantriebe werden in der Prozessautomatisierung häufig verwendet, um Ventile, Klappen, Schieber und andere Armaturen zu steuern und den Fluss von Werkstücken oder Flüssigkeiten in industriellen Anlagen zu regulieren.
Elektrische Schwenkantriebe sind energieeffizienter, bieten präzisere Steuerungsmöglichkeiten und erfordern weniger Wartung als pneumatische Drehzylinder. Darüber hinaus können sie einfach in automatisierte Systeme integriert werden, da sie direkt mit Steuerungssystemen kommunizieren..
IAI bietet Drehantriebe mit Schritt- oder Servomotor sowie Hohlwellen-Drehachsen und Schwenkgreifer. Neben der Standardausführung sind viele Modelle auch als Hochpräzisionsversion mit einer Positionier-Wiederholgenauigkeit von bis zu +/- 0,005° erhältlich.
Viele IAI Drehantriebe sind in Single oder Multi-Rotations-Ausführung erhältlich, die Drehbewegungen von mehr als 360 Grad erlauben. Unabhängig davon gibt es 2 unterschiedliche Modi: der Indexmodus und der normaler Modus.
Der Indexmodus ist für den Einsatz des Drehantriebs als Schaltteller geeignet und ermöglicht eine Drehbewegung mit unbegrenzter Gradzahl, aufgebaut aus kleinen Rotationen von bis zu 360 Grad mit kurzen Stopps zwischen jeder Drehung.
Der normale Modus arbeitet nach den Prinzipien der Linearachsen und ermöglicht eine freie Drehbewegung ohne Stopps zwischen ±9999 Grad.
Die RCS2 Drehantriebe gibt es auch mit einem Hohlwellenflansch, durch den Anschlusskabel oder Rohrleitungen von den auf dem Drehzylinder montierten Geräten hindurchgeführt werden können.
Die Modellreihe besteht aus drei Baugrößen mit Breiten von 85, 99 und 123 mm und Hohlwellendurchmessern von 30, 40 und 54 mm. Besonders die übrigen Eckdaten prädestinieren diese Rotationsachsen für dynamische und präzise Positionieraufgaben:
- ±9999 ° Rotationshub
- ±0,005 ° Wiederholgenauigkeit
- 1200 °/s max. Drehgeschwindigkeit
- 25 Nm max. Lastmoment
- 800 N max. Haltekraft
Deshalb werden die RCS2 Hohlwellen-Drehantriebe auch für anspruchsvolle Anwendungen, wie z.B. das Ziehen von Silizium-Kristallen in der Halbleiterindustrie oder präzise Schleif- und Polieranwendungen, die eine extrem hohe Übertragungsgeschwindigkeit im Winkelsekundenbereich erfordern, häufig eingesetzt.
Mit dem Roboterhandgelenk (WU Wrist Unit) haben kartesische Systeme erstmals die gleiche Flexibilität und Freiheitsgrade wie Knickarm-Roboter. IAI's einzigartiges Design machen die Bauteile leicht und kompakt. Auch für ein orthogonales Achs-System mit Interpolationsfunktion verwendbar.
Ausgestattet sind diese Handgelenkeinheiten mit zwei Gelenken: Das Kippgelenk für die Neigung deckt einen Arbeitskreis von ±100⁰ ab, während das Drehgelenk für die Rotation um ±360⁰ drehbar ist. Die beiden eingesetzten Schrittmotoren bewegen diese Achsen mit Geschwindigkeiten zwischen 750 ⁰/s und 1.200 ⁰/s.
RCP6 Drehgreifer vereinen motorisiertes Drehen und Greifen in einer einzelnen Einheit. Es können beliebig viele Punkte zwischen 0 und 360° innerhalb einer Drehung angefahren werden. Auch für die Drehgeschwindigkeit, Beschleunigung und Verzögerung sind beliebige Werte einstellbar.
Durch die Ausstattung mit einem batterielosen Absolut-Encoder ist keine Referenzfahrt mehr erforderlich.
Schlanker leichter Hohlwellen-Schwenkantrieb
Die RCP6 Schwenkantriebe verfügen über einen großen Hohlwellendurchmesser von 49 mm, durch den sich Verkabelungen oder Rohre durchführen lassen. Sie haben ein Eigengewicht von nur 2,1 kg und sind standardmäßig mit einem batterielosen Absolut-Encoder ausgerüstet.
Die Schwenkachsen lassen sich gut mit kartesischen Robotern, Greifern und Handgelenk-Einheiten kombinieren und können beispielsweise als Schaft für rotierende Greifer eingesetzt werden.
In Kombination mit einem kartesischen 3-Achssystem und einer Handgelenk-Einheit (Wrist Unit) können Verfahrbewegungen mit sechs Achsen bzw. Freiheitsgraden realisiert werden.